Tue. Jun 25th, 2024

Im Jahr 2018 stellte Omega seine damals neueste Seamaster Diver 300M vor – größer und aus neuen Materialien, Keramik und Titan, was sie kratzfester und leichter macht. In diesem Feature aus den WatchTime-Archiven tauchen wir in die Tiefen der Uhr und ihres Master Chronometer-Uhrwerks ein.

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Seamaster Diver 300M im Jahr 2018 sorgte Omega mit der Herausgabe einer neuen Version für großes Aufsehen – aktualisiert und modernisiert mit hochwertigeren Merkmalen und mehr Funktionalität als je zuvor und immer noch zu einem fairen Preis (klicken Sie hier für eine Rezension). dieser Uhr). Diese Uhr wurde zunächst als Stahlmodell mit lackiertem Zifferblatt, einem ETA-basierten Omega-Kaliber 2500 und einer Faltschließe mit Taucherverlängerung zum Preis von rund 3.500 US-Dollar eingeführt. Die neuere Generation bietet zum Preis von 5.200 US-Dollar ein lasergeschnittenes Keramikzifferblatt, das hochmoderne Manufakturwerk 8800 und eine verbesserte Schließe mit zusätzlicher Schnellverschlussverlängerung. Unverändert bleiben natürlich die skelettierten schwertförmigen Zeiger, die Wasserdichtigkeit bis 300 Meter, ein Heliumauslassventil bei 10 Uhr und ein Metallarmband. Der Gesamtdurchmesser der Uhr wurde von 41 auf 42 mm vergrößert.

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Moderne Materialien
Bei den neueren Modellen ging Omega den nächsten Schritt. Die Seamaster Diver 300M ist jetzt als kratzfestes und leichteres Modell in Keramik und Titan erhältlich. Diese von uns getestete Uhr ist mit einem Kautschukarmband mit Dornschließe aus Keramik oder mit einem NATO-Armband mit gebürsteter Schließe und Titanschlaufe erhältlich. (Für beide Versionen müssen Uhrenfans einen erheblichen Preisanstieg auf 8.100 US-Dollar hinnehmen.) Die neueste Ausgabe hat ein 43,5-mm-Gehäuse und ein schön ausgewogenes Zifferblatt, bei dem die Datumsanzeige bei 6 Uhr weggelassen wurde. Außerdem sind die stilisierten Wellen nicht per Laser in ein poliertes Zifferblatt geschnitten, sondern zeichnen sich nun durch abwechselnd polierte und matte Oberflächen als Relief ab.

Keramik prägt das gesamte Design. Nicht nur das Zifferblatt verfügt über polierte und matte Bereiche, sondern auch das Gehäuse mit seinen ergonomisch geformten Bandanstößen. Besonders erfreulich ist, dass Omega für die Dornschließe und auch für die geschwungenen Formen des Gehäuses das gleiche Keramikmaterial verwendet.

Das Kautschukarmband lässt sich nahtlos am Gehäuse befestigen und setzt die fließenden Linien der Bandanstöße fort. Über die gesamte Länge verlaufen drei breite matte Streifen und zwei erhabene Streifen mit gebürsteter Oberfläche. Das Material wirkt auf den ersten Blick recht dünn, aber wenn man es einmal angelegt hat, fühlt sich das Armband super an und trotz der großen Gehäusegröße sitzt die Uhr auch an schmalen Handgelenken perfekt. An wirklich warmen Tagen kann das Armbandmaterial unangenehm sein – selbst Omega hat noch nichts gefunden, um die Schweißbildung zu verhindern.

Insgesamt hohe Qualität
Jede Komponente – vom Keramikzifferblatt und den Zeigern aus gebürstetem Titan über das Keramik- und Titangehäuse bis hin zum Kautschukarmband mit Keramikschließe – zeugt von höchster Qualität und erinnert uns daran, dass Omega seit langem eine Top-Marke unter den Uhrenherstellern ist.

Beim Umdrehen der Uhr offenbart sich noch mehr von ihrer überragenden Qualität. Das Erste, was Ihnen vielleicht auffällt, ist der eingravierte Schriftzug „Diver 300M“, der dank eines patentierten Bajonettverschlusses, dem sogenannten Naiad-Verschluss, immer zentriert ist. Dann wird Ihr Blick vielleicht auf die polierten, wellenförmigen Kerben am Rand des Gehäusebodens gelenkt, die den gebürsteten Innenring umgeben. Und dann werden Sie mit einem Blick auf das schlagende Herz der Uhr belohnt – das präzise, individuell dekorierte und vollständig antimagnetische Manufakturwerk 8806.

Diese Variante des Kalibers 8800 verfügt über keine Datumsanzeige. Die technischen Vorteile bleiben die gleichen – die Schwungmasse zieht die Uhr in beide Richtungen und sorgt so für eine überdurchschnittliche Gangreserve von 55 Stunden. Die Siliziumspirale sorgt auch bei wechselnden Temperaturen und Stößen für sehr gute Gangergebnisse. Die Unruh ist sicherer unter einer Brücke befestigt, sodass das Schwingsystem dank Ausgleichsgewichten frei „atmen“ kann. Und nicht zuletzt sorgt die Omega-Koaxialhemmung mit ihren mehrstufigen Paletten und dem Ankerrad für eine gleichmäßige Impulsübertragung für noch bessere Gangergebnisse.

Meisterchronometer
Aufgrund der konstruktiven Vorteile der hauseigenen Uhrwerke gab sich Omega mit den Gangtests der offiziellen Schweizer Prüfstelle COSC nicht mehr zufrieden. Seit einigen Jahren unterzieht Omega seine Uhren zusätzlichen Tests durch das Schweizerische Nationale Metrologieinstitut METAS. Hier werden die fertig montierten Zeitmesser auf Funktionssicherheit, Ganggenauigkeit, Wasserdichtigkeit, Gangreserve und Widerstandsfähigkeit gegenüber extremen Magnetfeldern von 15.000 Gauss geprüft.

Eine Uhr, die alle diese Tests besteht, wird von METAS als Master Chronometer zertifiziert. Aufgrund der großen Anzahl an Uhren, die Omega produziert, hat die Prüfstelle ein Büro im Omega-Gebäude in Biel eingerichtet. Die von beiden Vertragspartnern gewährleistete Unabhängigkeit der Prüfungen ist jederzeit gewährleistet.

Und unsere Testuhr? Es funktionierte wie versprochen, sowohl auf der Zeitmessmaschine als auch am Handgelenk. Der elektronische Test ergab eine Rate von +3,8 Sekunden pro Tag und nur +3 Sekunden am Handgelenk. Die Werte in den einzelnen Positionen wiesen lediglich eine Abweichung von 2 Sekunden auf – was in unseren Tests nur sehr wenigen Uhrenmarken gelungen ist.

Über und unter Wasser
Wer die Seamaster Diver 300M als Alltagsuhr tragen möchte, wird von der angenehmen Haptik, der Ganggenauigkeit des Manufakturwerks und der Tatsache, dass die Dornschließe aus Keramik auch nach wochenlangem Tragen völlig frei von Kratzern bleibt, begeistert sein. Unser Praxistest in den Frühsommermonaten zeigte, dass er beim Schwimmen, Tennisspielen und Radfahren zuverlässig und angenehm zu tragen ist.

Und wer tatsächlich mit einer Luxusuhr taucht, wird die hell leuchtende Lumineszenzbeschichtung, die hohe Wasserdichtigkeit (bis zu einer Tiefe von 300 Metern) und das kratzfeste Gehäusematerial zu schätzen wissen, das weder Korallen noch die Metallteile der Tauchausrüstung berührt kann Schaden.

Natürlich eignet sich die Uhr aufgrund ihres Kautschukarmbandes in Standardlänge nur für warme Tauchplätze, an denen kein Neoprenanzug benötigt wird. Und wenn Sie keine Tauchhandschuhe tragen müssen, sind die polierten Oberflächen der drehbaren Lünette weniger problematisch. Während selbst ein Tauchtitan nicht alles kann, kann dieser dennoch einiges.

TECHNISCHE DATEN:
Hersteller: Omega S.A., Stämpflistrasse 96, 2504 Biel, Schweiz
Referenznummer: 210.92.44.20.01.001
Funktionen: Stunden, Minuten, Sekunden
Uhrwerk: Manufakturwerk 8806 Automatik mit antimagnetischen Komponenten, 25.200 Halbschwingungen pro Stunde, 35 Steine, Stoppmechanismus, koaxiale Hemmung mit Siliziumspirale und DLC-beschichteter Titanunruh, Feinregulierung über Ausgleichsgewichte, Nivachoc-Stoßdämpfer, Durchmesser = 26 mm, Höhe = 4,6 mm, 55 Stunden Gangreserve
Gehäuse: Mittelteil und Lünetteneinlage aus Keramik; Lünette, Krone, manuelles Heliumventil und Gehäuseboden aus Titan; Gewölbtes Saphirglas mit beidseitiger Antireflexionsbehandlung, verschraubte Krone, vollständig verschraubter Gehäuseboden mit Sichtfenster aus Saphirglas, wasserdicht bis 300 Meter
Armband und Schließe: Kautschukarmband mit Dornschließe aus Keramik
Ratenergebnisse (Abweichung in Sekunden pro 24 Stunden):
Wählen Sie +5
Wählen Sie +3
Krone auf +4
Krone runter +4
Krone links +4
Krone rechts +3
Größte Abweichung 2
Durchschnittliche Abweichung +3,8
Durchschnittliche Amplitude:
Flache Positionen 304°
Hängepositionen 273°
Abmessungen: Durchmesser = 43,5 mm, Höhe = 14,2 mm, Gewicht = 108 Gramm
Variationen: Mit NATO-Armband mit gebürsteter Schnalle und Titanschlaufe (8.100 $)
Preis: 8.100 $

ERGEBNISSE:
Armband und Schließe (max. 10 Punkte): Nahtlose Verbindung des Kautschukbandes mit dem Gehäuse. Die matten und gebürsteten Bereiche sowie die Dornschließe aus Keramik sind gut verarbeitet. 8
Bedienung (5): Die verschraubte Krone ist viel einfacher zu greifen als die drehbare Lünette. Das Heliumventil muss manuell abgeschraubt werden, genau wie beim Original Seamaster Diver 300M von 1993. 3
Gehäuse (10): Moderne Materialien, komplexe Formen, hohe Wasserdichtigkeit und vollständig verschraubter Gehäuseboden mit Bajonettverschluss. Perfektion. 10
Design (15): Schwertförmige Zeiger und Wellenmotiv auf dem Zifferblatt sind die auffälligsten und polarisierendsten Designmerkmale. 13
Lesbarkeit (5): Gut lesbar dank gutem Kontrast und großzügiger Leuchtbeschichtung. 4
Tragekomfort (10): Perfekt angenehm, solange die Temperatur nicht zu warm ist. 9
Uhrwerk (20): Das vollständig antimagnetische und präzise Manufakturwerk ist eines der besten Dreizeigerwerke auf dem Markt. Unter der Unruh ist keine Verzierung sichtbar. 18
Bewertungsergebnisse (10): Sehr gute Ergebnisse, mit einer durchschnittlichen Tagesrate von +3,8 Sekunden und nur 2 Sekunden zwischen den verschiedenen Positionen. 9
Gesamtwert (15): Die Keramikversion ist im Vergleich zu den preislich attraktiven Seamaster Diver 300M-Modellen aus Stahl recht teuer. Der Preis der Uhr ähnelt jedoch dem von Keramikuhren anderer Hersteller wie Panerai und Zenith. 11
Gesamt: 85 PUNKTE